Klare Bekenntnisse zum Brandschutzbedarfsplan von allen Seiten

Die Fraktionen des Gemeinderates stehen hinter dem Brandschutzbedarfsplan. Das wurde in den Grußworten bei der Verbandsversammlung des Stadtfeuerwehrverbands am zweiten März 2024 sehr deutlich. In Anwesenheit der Delegierten aus den Einheiten (Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr Mannheim sowie der Werkfeuerwehren und Einrichtungen des betrieblichen Brandschutzes), Vertretern von Hilfsorganisationen und befreundeten Feuerwehren und deren Verbände, sowie Freunden und Gönnern stellten die Fraktionen in Ihren Grußworten die Entschlossenheit dar, mit der der Brandschutzbedarfsplan umgesetzt werden soll. Auch der Bezirksbrandmeister aus dem Regierungspräsidium Jürgen Link und der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Dr. Frank Knödler unterstrichen Relevanz einer solchen Planung und appellierten an die Politik, diese auch umzusetzen.

Der Vorsitzende des SFV Mannheim, Thorsten Becker, ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte auf, den Atem auf dem langen Weg der Realisierung nicht zu verlieren, den Plan vollumfänglich umzusetzen und nicht aufgrund enger finanzieller Mittel irgendwann mit Abstrichen zu leben. Auf dem Weg einer weiterhin modernen und leistungsfähigen Feuerwehr werden in der kommenden Dekade drei neue Standorte für die Berufsfeuerwehr und einige Modernisierungen oder Neubauten der Feuerwehrhäuser für die Ehrenamtlichen Einheiten erfolgen. Das neue Fahrzeugkonzept mit gleichwertigen Fahrzeugen für alle Einheiten sorgt aber auch dafür, dass nicht nur Personal in der Einsatzabteilung der BF aufgebaut werden muss, „der Schulungsbedarf insbesondere auch für die Führungskräfte der Ehrenamtlichen ist immens – das muss mit bedacht werden“ mahnte Becker.

Aber auch abseits des Brandschutzbedarfsplans gab es einiges Interessantes zu hören, so geht der Vorstand des SFV beispielsweise neue Wege der Kommunikation und etablierte mit dem quartalsweise erscheinenden Newsletter ein Novum der Mitgliederinformation. Auch die Homepage des Verbandes (www.sfv-mannheim.de) wurde reaktiviert, „ebenso die Seite www.feuerwehr-mannheim.de, welche Informationen und News aus allen Brandschutzeinheiten in Mannheim bereitstellt“ wie der Fachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit Matthias Pfeifenroth berichtete. Frank Kadel referierte über die Brandschutzerziehung und gab Einblicke, was im Jahr 2024 alles passieren soll – von gemeinsamen Standards bis hin zur Lehrerfortbildung. Karl F. Mayer berichtete von den aktuellen Planungen des Maimarkts und gab auch einen Rückblick über das Symposium „Brandbekämpfung auf Wasserstraßen“. Beide Veranstaltungen sind Aushängeschild des SFV, was auch Sven Schlachta in seinem Kassenbericht unterstrich. Die korrekte Kassenführung und die soliden Bestände des Verbands beschrieben die Kassenprüfer Andreas Ballmann und Stephan Vogl, welche auch zur direkten Entlastung des Kassierers und des Vorstandes aufriefen – ohne Gegenstimme wurde dies umgesetzt. Auch ohne Gegenstimme wurden im Anschluss die beiden neuen Kassenprüfer Noah Schäfer und Philipp Michelberger gewählt. Der Bericht des Stadtjugendwarts Cedrik Ludwig – verantwortlich für knapp 250 Kinder- und Jugendliche sowie 85 Betreuer – endete mit der Ankündigung, dass die Kinder- und Jugendfeuerwehren dieses Jahr das Zeltlager in Lemberg besuchen werden. Der Vorsitzende Thorsten Becker nutzte diese Gelegenheit um einen Scheck in Höhe von 1000 Euro zur Unterstützung des Zeltlagers zu überreichen, „nun ist auch das Rahmenprogramm rund um den Zeltplatz besser zu planen und zu finanzieren“ bedankte sich Cedrik Ludwig im Namen aller Kinder und Jugendlichen.

Das Thema Förderung zog sich durch den Bericht des Vorsitzenden, er sprach von Förderung der Brandschutzerziehung in Schulen durch die Verteilung von interaktiven Malbüchern, berichtete von den Zielen neue Mitglieder und Sponsoren zu finden (ein Mitgliedsantrag traf auch direkt online im Laufe der Versammlung ein), sowie über die geschlossenen Kooperationen mit der Kletterhalle „Boulder Island“ und den Fitnessketten „Clever Fit“ und „Venice Beach“, welche allesamt seinem Aufruf „Respekt und Anerkennung für die Feuerwehr“ gefolgt sind und attraktive Rabatte für die Mitglieder des Verbandes gewähren. „Das ist Verbandsarbeit! Neben der politischen Lobbyarbeit zählt doch die Förderung der Mitglieder zu den satzungsgemäßen Aufgaben“ zog er zufrieden Fazit über das abgelaufenen Jahr 2023, was mit Applaus der Anwesenden bestätigt und honoriert wurde.

Durch die Leiterin der Landeszentralstelle PSNV an der Landesfeuerwehrschule, Yvonne Künstle, wurde abschließend in einem Fachvortrag nicht nur die Arbeit der Landeszentralstelle, sondern auch die Relevant der Nachsorge für Einsatzkräfte (PSNV-E) dargestellt. „Die Schaffung und Vernetzung von Angeboten in dieser Thematik sind wichtige Bausteine einer Fürsorge und können mit ihrer Hilfe begleitet werden“ war das Fazit eines Zuhörers zu diesem Input.

Letztlich war es eine bunte Verbandsversammlung, zwar naturgemäß feuerwehrlastig, aber durch die Teilnahme von vielen befreundeten Organisationen auch optisch sichtbarer Teil des vom Feuerwehrverband initiierten und gelebten „Schulterschluss für Ihre Sicherheit“, was nicht zuletzt am würdevollen Totengedenken durch Bruder Markus Steinberger (Franziskanerorden und Notfallseelsorger) zu erkennen war.